Wer war ahmad shah massoud?

Text Box: "I yearn for the day that a lasting peace will come to our country, 
arms will be locked in arms deposits and pens will be put to use."

Ahmad Shah Massoud






















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Ahmed Shah Massud war ein Student an der Engineurs Fakultät der Kabul Universität. Später wurde er afghanischer Militärführer und spielte eine führende Rolle bei der Vertreibung der sowjetischen Armee aus Afghanistan. Dies brachte ihm den Spitznamen „Löwe von Pandschir“ ein. 
Ahmad Shah Massoud wurde am 10.06.1332 (01.09.1953) in Jangalak / Panjsher als Sohn von Polizei Kommandant Dost Mohammad Khan geboren. Mit fünf Jahren begann er das Gymnasium in Bazarak und blieb dort bis zur zweiten Klasse. Als sein Vater zum Polizeichef von Herat befördert wurde, besuchte er die 3. und 4. Klasse in der Schule Mowaffaq in Herat. Er bekam auch Religionsunterricht in der "Masjed-e-Jame" Moschee in Herat. Später wurde sein Vater nach Kabul versetzt und Massoud besuchte die mittleren und höheren Klassen in der Isteqlaal-Schule in Kabul.
Seit seiner Kindheit galt er als überaus talentiert, und ab der 10. Klasse bestätigte seine Schule, daß er ein besonders begabter Schüler war.
Seine Muttersprache war Dari, aber er sprach auch Französisch, Pashto und Urdu. Darüber hinaus hatte er eine gute fachliche Kenntnisse der arabischen Sprache. 
Massoud: "Für mich bedeutet Nord, Süd, Persisch, Pashto absolut nichts. In unserem Haus können wir in jeder Sprache kommunizieren."
Er inspirierte oft seine Altersgenossen mit seiner Liebe zu Kultur und Sport.
1346/47 (1967/68) gründete der dann 14-jährige Massoud das erste Volleyballteam in seinem Heimatdorf Jangalak. In den Sommerferien organisierte er Volleyballturniere mit Jugendlichen aus Jangalak und den benachbarten Dörfern.
Seine bescheidene, aufgeschlossene und disziplinierte Art machte ihn nicht nur populär, sondern auch einen natürlichen Anführer unter seinen vielen Freunden. 
Massoud: "Wir lebten in Karte Parwan (Stadteil Kabuls), wo ich einige sehr gute Freunde hatte. Wir waren ungefähr 50 bis 60 Personen. Zu dieser Zeit war ich in der 7. Klasse am Lycée Isteqlaal, als ich für die Mannschaft zuständig war."
Massoud hatte viele Interessen, denen er sich später nicht mehr widmen konnte. Seine bevorzugten Sportarten waren Fußball, Reiten, Schwimmen und Karate. Er war auch der engagierte Coach einer Fußballmannschaft, die hauptsächlich aus seinen Freunden von Karte Parwan bestand.
Außerdem war er ein leidenschaftlicher Schachspieler und Leser. Zu seiner Lieblingsliteratur in Prosa zählten Bücher über Reisen und Geschichte. In der Lyrik bevorzugte er die Schriften von Mowlaanaa Jalaluddin-e-Balkhi, Sanayi Ghaznawi, Bedil und Hafiz.
Massoud: "Ich liebe Hafiz Gedichte. Ich lese sie immer. Sie verändern und inspirieren mich. Musik spricht zu den innersten Gefühle eines Menschen. Poesie und Musik haben Einfluß auf jeden."
1351 (1972) bildete er einen Mathematikverein mit dem Namen "Aarian", der sich in der Nähe seines Wohnsitzes in Baharestan-e-Jami - ein Teil Karte Parwans in Kabul - traf. Es nahmen nicht nur seine Mitschüler and diesem Verein teil, sondern all Freunde des Stadteils.
Als man ihm die Frage stellte, wie sein Interesse für die Politik erweckt wurde, sagte Massoud: "Mein Vater hatte viele Freunde, die eine Menge über das wußten, was in der politischen Welt vor sich ging. Sie kamen zu unserem Hause und hatte viele Diskussionen über nationale und internationale Politik. Daher war es nur natürlich, daß ich interessiert war. Diese Diskussionen und Auseinandersetzungen hatte Einfluß auf meine Zukunft. Meine erste politische Tätigkeit begann, als ich in der 9. Klasse in der Isteqlaal Schule war. "
Die Kommunistische Bewegung begann ihre ersten Unruhen in Kabuls Schulen, als Massoud in der 8. und 9. Klasse war. Da seine Überzeugungen anders waren, hatte er einige Probleme mit den Klassenkameraden, die die kommunistische Sicht unterstützten. Um aktiv gegen diese Bewegung zu agieren hatte der unerfahrene Massoud nicht viele Möglichkeiten, da die meisten politischen Bewegungen zu dieser Zeit in Streitereien unter einander verwickelt waren. Aber alle hatten sie eines gemeinsam: sie waren links. So erfuhr er von der islamischen Bewegung. 
1352 (1973) nach bestandener Aufnahmeprüfung für die akademische Bildung, immatrikuliert Massoud im Kabul Polytechnischen Institut für Ingenieurwesen und Architektur. 
In diesem Jahr schloß er sich auch offiziell in die "Hezb-e Jamiat-e-Islami" (Jamiat-e Islami Partei) an und lernte Ingenieur Habib Rahman kennen, der an vorderster Front der islamischen Bewegung stand.
 
Während der Zeit des Daoud Regimes, dem nachgesagt wurde sich an den Kommunismus und damit die Sowjetunion anzulehnen, wurden die ersten Pläne für einen Aufstand unter dem Kommando von Habib Rahman und unter der Teilnahme Massouds gemacht. Diese Pläne wurden jedoch ausgesetzt und Rahman wurde 6 Monate ins Gefängnis geworfen; Massoud floh Kabul. Hekmatyar befahl zu diesem Zeitpunkt militärische Aktivitäten der Jamiat-e-Islami da er überzeugt war, daß Terrorismus erfolgreich sein würde. Er schloß auch Bombenattentate, Säureattacken und Ermordung von politischen Gegnern als Mittel zur Erreichung ihrer Ziele nicht aus. Selbst dann brachte Massoud seine Abneigung gegen islamischen Extremismus zum Ausdruck, ein Konzept, das einige in der Bewegung ebenfalls teilten.
Massoud und Hekmatyar hatten später heftigen Auseinandersetzungen, da Massoud absolut gegen terroristische Aktivitäten war. Er sah in ihnen nur die Zerstörung der Menschen, denen er eigentlich helfen wollte. Ahmad Wali über seinen Bruder: "Er war auf jeden Fall ein Moslem. Zur gleichen Zeit war er moderat. Was ich sagen möchte ist, daß er nie ein Extrimist war, weder in seinem privaten noch seinem politischen Leben. Er glaubte, daß ein moderner, moderater Islam in Afghanistan funktionieren könnte. Er sagte, daß sowohl die extreme Linke wie auch Rechte in Afghanistan gescheitert seien, da beide die Bedürfnisse der Menschen vernachlässigt hätten. Deshalb können wir Afghanistan nicht wie jedes traditionelle muslimische Land regieren." 
1353 (1973/1974) beauftragte die Hezb-e-Jamiat Hekmatyar mit einem anderen Aufstand. Dieser scheiterte auch und endete mit Hunderten von Studenten im Gefängnis. 
Massoud war ein fleißiger Student und entschlossen, sich dennoch auf seine Studien zu konzentrieren. Sein Ziel war es, seine Universitätsausbildung mit Hinblick auf sein Land und seine Menschen erfolgreich abzuschließen.
1353 (1974), gewarnt von seinem Onkel, Militär-Kommandant Abdul Razaq Khan, ein hochrangiger Beamter in der Regierung Daoud, daß seine Festnahme kurz bevor standt, verließ Massoud das Polytechnische Institut und ging zusammen mit Ingenieur Jaan Mohammad, zum ersten Mal nach Pakistan. Nach einiger Zeit aber wurde Massoud angehalten seine politischen Aktivitäten in Kabul wieder aufzunehmen. Diese Aktivitäten, d.h. versuchen die Regierungskräfte für die Sache zu gewinnen, dauerten bis 1354 (1975), als die erste bewaffnete Rebellion in Panjsher stattfand. Die Hezb-e-Jamiat, angeführt von dem damals 22-jährigen Massoud, eroberte den gesamten Panjsher und - mit einigen Gefallenen - entwaffnete die Regierungstruppen.
Hekmatyar hatte Massoud versprochen, daß so bald einiges Gelände außerhalb von Kabul erobert worden sei, die Armee auf Kabul marschieren und einen Staatsstreich ausführen würde. Massoud und seine Truppen waren aber verraten worden, da diese Information falsch war und daher die Widerstandskräfte in Panjsher aufgeben mußten. Nur eine handvoll Männer konnten entkommen. Massoud ging nach einem Monat nach Kabul zurück und von dort aus nach Peshawar in Pakistan, wo er sich zunächst ruhig verhilt, denn er vom pakistanischen Geheimdienst beobachtet wurde. 
Nach dem gescheiterten Aufstand, veränderte sich die Stimmung in der Partei. Einige Mitglieder befürworteten den Aufstand, andere meinten, er wäre ein Fehler gewesen, da er unkoordiniert war. Schließlich führte dieser Streit zu einer Spaltung der Jamiat in zwei Gruppen. Diejenigen, gegen den Aufstand - darunter Massoud - blieben bei Rabani. Die anderen schlossen sich Hekmatyar an.
Die beiden Gruppen waren manchmal in Einklang, dann wieder gespalten, bis sie sich endlich wieder vereinten unter der Führung von Qaazi Amin-e-Waqa. Hekmatyar lieferte alle seine Feinde an die pakistanische Regierung aus, er ließ sie verhafteten und ermorden. Eng. Jaan Mohammad war einer derjenigen, die verraten wuden. Hekmatyar und seine pakistanischen Mentoren, Kelo und Babor, wollten auch Massoud, der zu dieser Zeit in Hekmatyars Haus wohnte, verhaften lassen. Wenn Massoud merkte, wie gefährlich die Situation war, drohte er den pakistanischen Wachleuten mit zwei Pistolen, die er immer bei sich trug und konnte entkommen; offiziell, blieb er bis zur Regierung Zia Ullhaq in Pakistan.
Nach diesen Vorfällen entschied sich die Hezb-e-Jamiat unabhängig zu handeln. Massud wurde erneut nach Kabul geschickt, bis zum kommunistischen Aufstand in 1357 (1978). Nur seine engsten Vertrauten wußten von der Tatsache, daß sich Massoud nicht in Pakistan aufhielt. Nach einem seiner engsten Freunde, verbrachte er auch einige Zeit in den östlichen Provinzen Afghanistans, um der Kabul Polizei zu entkommen, die auf ihn aufmerksam geworden waren. 
Massoud ging nach Nooristan und in anderen Gebiete, wo der Krieg gerade begonnen hatte. Er wollte die Meinung der Afghanen über den Krieg gegen die Kommunisten erfahren. Sobald er sich sicher war über die Entschlossenheit der Menschen, machte er sich mit einer Gruppe von 20 jungen Männern nach Panjsher auf 1358 (1979 - sowjetischen Invasion in Afghanistan). In Konar, wo ihre Kameraden bereits den Widerstand begonnen hatten, wurden sie herzlich willkommen geheißen. Da Massouds Männer kaum bewaffnet waren, erhielten sie einige Waffen, die ihre Kameraden von sowjetischen Soldaten in Konar erobert hatten.
Noch nicht ausreichend bewaffnet, maschierten Massoud und seine Truppen auf Panjsher, Massouds Heimat. Augenzeugen berichten, daß Massoud überall die Ältesten der Dörfer in der Region konsultierte und Informationen über die Bereitschaft der Menschen zu kämpfen, die Anzahl der vorhandedn Waffen und Freiwilligen einholte. Die Bewohner von Panjsher waren fest entschlossen, für Massoud und seinen Kampf für die Befreiung des Land und seiner Menschen von Tyrannei, alles zu tun. 
Trotz dem, daß alt und jung, Männer und Frauen der Überzeugung waren, daß bewaffneter Widerstand notwendig war und deshalb bereit waren zu kämpfen, sorgte Massoud dafür, daß nicht der einzige Ernährer einer Familie eingezogen wurde. Er sagte, sich um die Familie zu kümmern sei auch ein wesentlicher Bestandteil des Widerstands. Ihr Feind sei eine Supermacht, und die Schwachen müßten geschützt werden, vor allem die eigene Familie. 
Dann fand ein bewaffneter Aufstand im Panjsher statt, dieses Mal unter der Führung von Massoud. Der Kampf dauerte 40 Tage, während dessen der ganze Panjsher, Salang, und Bola Ghain von feindlichen Truppen befreit werden konnte. Nach diesen 40 Tagen wurde Massouds Bein verletzt und die Kämpfer hatten keine Waffen und Munition mehr. Trotzdem 600 Ersatzkämpfer aus Nooristan kamen, um ihnen zu helfen, besiegte der Feind sie schließlich. Massoud ging zurück nach Panjsher mit "Kaakaar" (Onkel) Tajuddin. Während er über das Ergebnis des Kampfes grübelte, entschloß sich Massoud für eine neue Taktik: Guerillakrieg. 
Massoud wurde zum weltweit besten Guerillakämpfer. Robert D. Kaplan schrieb in seinem Buch "The Soldiers of God", 1991: "Ahmad Schah Massoud muß als einer der größten Führer der Guerillabewegungen des 20. Jahrhunderts gelten. Er besiegte seine Gegner genau wie Marshall Tito, Ho Chi Minh und Che Guevara. Aber Massoud kontrollierte ein größeres Gebiet, das viel schwieriger zu verteidigen war und militärisch unter ständigem Angriff des Feindes stand. Sein Gebiet mußte viel mehr Angriffe von feindlichen Kräfte hinnehmen, als diejenige Bereiche der Wiederstandsbewegungen Titos, Ho Chi-Minhs oder Guevaras."
Von diesem Zeitpunkt an war Massouds Name untrennbar mit dem Panjsher verbunden und er erwies sich als der größte Widerstandskämpfer in der Geschichte gegen die Rote Armee, da Massoud 60% aller Schäden und Opfer der Roten Armee verursachte, wie internationale Beobachter feststellen. Er wurde der "Löwe von Panjsher" und ruiniert das Ansehen der "Unbesiegbaren Roten Armee", wie es hieß. Viele Menschen nannten ihn einfach "Amer Sahib" (Commander) um ihrer Zuneigung und Achtung Ausdruck zu verleihen.
Sebastian Junger schreibt für National Geographic: "Ich fand es unmöglich, nicht zuzuhören wenn Massoud sprach, obwohl ich kein einziges Wort verstand. Ich beobachtete alles was er tat, denn ich hatte das Gefühl, daß irgendwie, in der Art, wie er seinen Tee eingoß, in der Art und Weise wie seine Händen in die Luft gruben, daß es davon ein Geheimnis zu lernen gäbe." 
Seine militärischen Erfolge und die Liebe seines Volkes zu ihm verursachte eine Menge Haß und Neid in anderen, vor allem Gulbuddin Hekmatyar wurde Massoud’s größter Feind. 
Jeder dieser Feinde machte einen Anschlag auf sein Leben und versucht alles um ihn zu töten. Sowjetischen Beamte hatte ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt, aber durch seinen gut funktionierenden Geheimdienst wurden alle diese Versuche vereitelt.
1358 (1979), als sein Bein schwer verwundet wurde, kamen Massoud und seine Widerstandskämpfer unter Belagerung durch Regierungstruppen, aber er konnte knapp entkommen.
1359 (1980), nutzte ein junger Soldat die Dunkelheit und schoß auf Massouds Auto von 3m Entfernung. Massoud sagte zu ihm: "Freund, deine Hände zitterten, und du bist nicht gewohnt zu schießen," und er ließ den Angreifer gehen.
1361 (1983) hatten sowjetischen Spezialtruppen den Weg aus der Bergtunnel in der Nähe von Malaspa in Panjsher blockiert. Aber Massoud und seine Männer konnten im Schutz der Dunkelheit entkommen, ohne die Aufmerksamkeit der Soviets zu erregen.
1361 / 1362 (1983 / 84) - das Jahr der Waffenstillstand zwischen Massoud und der Roten Armee - versuchten die Soviets Massoud mit zwei verschiedene Taktiken zu ermorden:
Zuerst versuchten sie, ihn in eines ihrer Lager in Onaba - ein Teil von Panjsher - mit Versprechungen von Gesprächen und Verhandlungen zu locken um ihn dann fest zu nehmen. Ein tadschikischen Dolmetscher aber vereitelte diesen Versuch. Die zweite Strategie war ihn von seinen eigenen Männern ermorden zu lassen. Die Russen hatten einen Mujahed namens Abdul-Qader Naachaar, der für das Essen der Muajhideen zuständig war, bestochen. Er sollte Massoud vergiften, konnte aber noch rechtzeitig gestopt werden.
Der Gehaimdienst Dr. Najibullahs, später Präsident und in dieser Zeit Chef der afghanischen Regierung, versuchten Massoud mit Hilfe eines ehemaligen Klassenkameraden, Kamran, zu ermorden. Dr. Najibullah kannte Massoud seit seiner Jugend in Kabul und wußte daher auch, wie freundlich und gefällig Massoud war, und wie aufgeschlossen er Freunde begrüßte. Kamran war zu dieser Zeit Kapitän der afghanischen Fußballnationalmannschaft. Er ging nach Panjsher und verbrachte ein paar Tage zusammen mit Massoud. Kamran schließlich verstanden Massouds Grund zu kämpfen und übergab die speziell gedämpfte Waffe, die er von der afghanischen Regierung zur Durchführung des Attentats erhalten hatte. Kamran nahm Zuflucht in Deutschland und bat um politisches Asyl.
1368 (1989), nach einer Sitzung der Kommandanten der Shora-e-Nezaar in Farkhar, nahm Hekmatyars Hezb-e-Islami die Mitgliedern der Shoora gefangen nachdem sie aus einen Hinterhalt angegrieffen worden waren. Dutzende von ihnen wurden getötet, unter ihnen mehrere enge Freunde und Vertraute Massouds. Zwar konnte Hekmatyar die große Offensive die die Shoora plante stoppen, aber Massud, der das Hauptziel des Hinterhalt wars, konnte entkommen
 
1372 (1993) wuchs die Zwietracht zwischen ihm und Shoraa-e-Hamahangi, unter der Leitung von Hekmatyar, und sein Hubschrauber wurde von Jets (unter dem Kommando von Shoraa-ye Hamahangi) angeschossen, aber der Hubschrauber-Pilot konnet eine Notlandung druchführen. Nach diesem Versuch beschloß Massoud zu lernen, wie man einen Hubschrauber fliegt. Im selben Jahr kam er in der Gegend von Wazir Akbar Khan in Kabul unter schweres Feuer, verursacht durch die Dostum-Miliz.
1361 (1983), nach zwei Niederlagen der sowjetischen Streitkräfte, vereinbarte Massoud mit dem damaligen Oberbefehlshaber der Sowjets Verhandlungen über einen Waffenstillstand. Damit gab die Sowjetunion erstmals offiziell zu, daß die Mujaheddin, insbesondere Massoud, ernsthafte politische Gegner waren. Der Waffenstillstand wurde von allen Experten als eine der größten Triumphe des afghanischen Widerstands gesehen. Er hielt ein Jahr. 
Massoud machte das Beste aus seinen Erfolg und konnte eine lange Reise rund um die nördlichen Regionen Afghanistans starten. Diese Reise war sehr erfolgreich und im Winter 1362 (1984) war Massoud in der Lage erstmalig alle Kommandanten des Widerstands in einem Rat, die so genannte "Shoraa-ye-Nezaar" (Controlling Rates) zu vereinen. Sein Ziel war die Errichtung einer vereinten afghanischen politischen Strategie und vereinte Streitkräfte, die nicht unmittelbar von den Parteien, die in den benachbarten Ländern gegründet wurden, dominiert sind. Die Mitglieder des Shoraa-e-Nezaar kämpften für das gemeinsame Ziel eines freien Afghanistan.
 
Trotz der Tatsache, daß die sowjetischen Angriffe auf Panjsher wieder aufgenommen worden waren, war Massoud überzeugt, dass Panjsher auch unter der Führung anderer Kommandeure ohne seine Anwesenheit Widerstand leisten könnte. Er überließ das Kommando von Panjsher dem ehemaligen Staatsanwalt Abdul-Mahmood Daqiq. Auch die Regionen Andaraab, Khost-e-Fereng, Eshkamesh, Nahrin und Keshm hatten sich in Hochburgen Massouds verwandelt. Sie wurden jetzt bekannt als "Panj Sher" (Fünf Löwen). 
In 1366 (1987) wurden die Provinzen Parwan und Kapisa dem Kommando von Azimi übergeben, denn Massoud hatte eine autonome, demokratisch strukturierte Verwaltung, Information und Organisation in diesen Regionen unter seinem Kommando. Dies war was ihn von den so genannten "Warlords" zur Steuerung ihrer Hoheitsgebiete unterschied. Dies erlaubte Massoud sich auf die Vereinigung aller Widerstandskräfte zu konzentrieren. Gleichzeitig erlaubte sein System den Bewohner der verschiedenen Regionen vollständige Selbstbestimmung. 
Massoud: "Die künftige Regierung sollte durch Wahlen durch das Volk gebildet werden. Männer und Frauen sollten gleichberichitg teilnehmen. Die einzige Regierungsform, die Balance der verschiedenen Ethnien bring kann, ist Demokratie."
Massoud setzte eine Verwaltung und ein Rechtssystem ein, das in der Geschichte Afghanistans seines Gleichen sucht. In den Regionen, die er kontrolliert war die Einfuhr und die Verwendung von verschriebene Drogen und Tabakerzeugnissen - einschließlich Zigaretten - strengstens verboten. Das Verbot wurde von den Bewohnern der Region unterstützt und dauerte zunächst bis zum Einmarsch in Kabul im Jahr 1992 und erneut von 1996 bis Massouds Tod. Das Verbot beinhaltete darüber hinaus den Anbau und Produktion dieser Stoffe. Das Verbot galt auch für Kommandeure und andere hochrangige Beamte.
Massoud: "Zigaretten waren seit Beginn des Widerstandes gegen die Russen verboten - aus wirtschaftlichen Gründen. Die Leute rauchen zu viel. Die Region gibt zu viel Geld auf Zigaretten aus, aber die Leute essen nicht genug. "
Eugen Sorg: "In den Bereichen, die Sie kontrollieren, wird aber Opium auch angebaut. Wir sahen die Felder in den Dörfern. "
Massud: "Es gibt einige Kulturen in der Provinz Badakhshan. Ismailites, eine islamische Sekte, leben dort. Deren Anhänger sind seit Jahrhunderten süchtig. Sie verwenden die Drogen für den Eigenbedarf. Aber wenn Sie nach Chay Ab in das örtliche Gefängnis gehen, finden Sie dort Ghollam Salim, einen Drogen Tycoon. In einer Razzia beschlagnahmten wir eine halbe Tonne Opium auf seinem Anwesen. Nun ist er das dritte Jahr im Gefängnis, trotz seines Geldes und Einflusses. " 
1367 (1988), im Alter von 35 heiratete Massoud die Tochter seines Kameraden Kaakaar Tajuddin. Diese Tatsache wurde aus Sicherheitsgründen geheim gehalten. Auch seine langjährigen Weggefährten waren mehrere Jahre nicht informiert.
Da Massoud nicht die Einmischung des pakistanischen Geheimdienstes ISI akzeptieren wollte, mußte er an verschiedenen Fronten kämpfen. Auf der einen Seite, mußte er Widerstand gegen die Sowjetunion und die afghanischen Regierung, die von den Sowjets abhängig waren, leisten, auf der anderen Seite kämpfte er gegen Pakistan und ihre Marionette Hekmatyar. 
Massoud: "Unsere Politik war es immer gute und freundschaftliche Beziehungen mit jedermann zu haben. Aber wir haben niemals akzeptiert unterdrückt zu werden, und wir werden das niemals akzeptieren.“
 
Im Winter 1362 (1983/84), führte das afghanisch-kommunistische Regime einen Prozeß "in Abwesenheit" während dessen Massoud wegen Hochverrats verurteilt wurde. Das Gericht fand ihn schuldig und verurteilte ihn zum Tode. Schon vor ihrem großen Angriff auf Panjsher, verbreitete die Regierung die Information, daß "das Gericht das Urteil vollstreckt hätte", das heißt Massoud getötet worden war und als Resultat "seine Gruppe ausgerottet worden sei". Diese Strategie führte zur Demoralisierung unter Massouds Anhängern außerhalb des Panjsher, vor allem in Kabul. Es war auch eine Taktik Massoud zu ächten.
Massoud erwartet, daß diese Maßnahmen schwere Angriffe auf Panjsher mit sich bringen würden. 
Nach erschöpfenden Konferenzen mit Vertretern jeder Region des Panjsher, beschloß er, daß eine vollständige Evakuierung von Panjsher innerhalb einer kurzen Zeit die beste Lösung wäre, um ein Massaker unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden.
Während im Frühjahr 1363 (1984) die Sowjetunion ihren geplanten Großangriff auf Panjsher ausführte, bat Massoud die Bewohner das Tal völlig zu evakuieren.
Die Liebe der Menschen zu Massoud und ihre Hingabe an den Widerstand war unendlich und daher waren sie bereit, dieses enorme Opfer für die Sache zu bringer. Auf das Bewegen Massouds hin verließen 130,000 Menschen, die gesamte Zivilbevölkerung von Panjsher, ihre Häuser innerhalb von zwei Wochen. Sie hinterließen alles, was sie mit großen Anstrengungen während einer Generationen gebaut hatten. Es war nicht nur eines der größten Opfer des afghanischen Volkes, sondern auch ein passiver Widerstand gegen die "allmächtige" Roten Armee und einer der Gründe für deren Niederlage.
Die Rote Armee wurde in Panjsher acht Mal zwischen 1358 -1367 (1979 - 1988) besiegt. Die Niederlage der Sowjetunion war nicht nur eine Niederlage in Afghanistan, sondern führte zum Zusammenbruch des sowjetischen Systems und wurde gefolgt von der Befreiung der zentralasiatischen und osteuropäischen Ländern von der Kontrolle Moskaus.
Dies führte internationale Autoren, wie z.B. Robert Kaplan in seinem Buch "Soldiers of God" dazu zu erklären, daß Massoud "der Sieger des Kalten Krieges" sei.
Kaplan schreibt: "Bis er nicht dazu gezwungen war, began Massoud nie eine Schlacht. Das war seine Strategie während der 14 Jahre des Widerstands. Mit seinem Sieg über das Najibullah Regime bewies Massoud, wie sehr die Planer und Strategen der amerikanischen Politik gegenüber dem Jihad und die Verteilung ihrer Hilfe (an die beteiligten Parteien) falsch gelegen hatten. Massouds Genie- und Erfahrungsaustausch sowie für die Unterstützung seines Volkes ermöglichte es ihm, der Sieger des Kalten Krieges zu werden." 
Nachdem der letzte sowjetische Soldat Afghanistan am 25,11. 1368 (14.02.1989) verlassen hatte, traf sich die "Shoraa-ye Aali-e-Farmaandehan-e-Arshad-e-Jahad-e-Afghanistan" (Hoher Rat der Befehlshaber der islamischen Widerstand Kräfte in Afghanistan), auf Ladung von Massoud, um über die Zukunft Afghanistans zu beraten. Dieser Rat fand am 17.07.1369 (09.10.1990) in Schah-Salim in der Provinz Badakhshan statt. Von dort aus ging Massoud auf eine kurze, aber damals entscheidende Reise nach Pakistan, um über die künftige Regierung mit der sogenannten "Shoraa-e-Rahbari" (Leading Rates), die gegründet worden war, um eine neue Regierung in Afghanistan zu bilden, zu beraten.
Obwohl er nur knapp ausgestattet, nie wirklich ausreichend mit Waffen und Munition versorgt war und über begrenzten finanziellen Mittel verfügte, konnte er die Herzen der Menschen gewinnen und seinen Radius von Maßnahmen, zum Zwecke von zerstörerischen Schläge auf das kommunistische Regime bis 1371 (1992 ) erweitern. Und schließlich konnte er Kabul mit seiner gemäßigten Politik, die nicht von Fundamentalismus geleitet war, befreien. Ihm gelang all dies ohne jede Hilfe aus benachbarten Ländern. Dies war ein Grund, warum er der "Held der afghanischen Widerstands“ ist.
In einer seiner letzten Reden als Präsident, räumte Dr. Najibullah dies ein, und erklärte, er werde die Macht an Massoud abtreten, obwohl er überzeugt war, daß Massoud keine Chance zum Aufbau einer effizienten Regierung hätte, da Hekmatyar und der ISI dies nicht zulassen würden. 

1371 (1992) war Massoud überzeugt, daß die Mujahedin Kräfte nicht in der Lage seien zu regieren. Aber nach einer eindringlichen Sitzung der Mujahedin-Führung in Daalaan Sang / Panjsher wurde es als unabdinglich angesehen, daß der Sturz der kommunistischen Regierung in Kabul unvermeidlich war. Dennoch Massoud schlug vor, daß er nicht sofort durchgeführt werden sollte. Trotz der Zustimmung all Teilnehmer zu diesem Plan, widersprach Hekmatyar und wollte Kabul sofort einnehmen. In einem aufgezeichneten Gespräch versuchte Massoud ihn zu überzeugen Kabul nicht anzugreifen, da die Regierung schon bereit sei, zur kapitulieren, aber Hekmatyar wollte nicht hören.
Bevor die Mujahedin in Richtung Kabul marschierten, gab Massoud ihnen verschiedene klare Anweisungen in Bezug auf ihr Verhalten, sobald sie in Kabul waren. Er erinnerte sie an ihre Pflichten als Schützer der Kabul Bevölkerung. Es war besonders wichtig für ihn, daß seine Soldaten die Menschen respektvoll behandelten, und daß die Mujahedin von ihren Aufgaben durch das Leben in Kabul nicht abgelenkt werden würden.
Als die letzte Regierungsposition in Bagram eingenommen worden war, marschierte Massoud die Truppen am späten Nachmittag des 04.02.1371 (24.04.1992) nach Kabul. Er war zu dieser Maßnahme gezwungen worden, um zu verhindern, daß Hekmatyars Männer als Erste in die Hauptstadt einfielen, was eine Gefahr für die Bevölkerung dargestellt hätte. Die Hezb-e-Islami Anhänger kamen dennoch in die Stadt. Sie brachen alle Gefängnistüren und befreiten sogar gefährliche Kriminelle. Ministerien und ihre Archive wurden geplündert; jede Datei die sie finden konnten wurde zerstört. Aufgrund dessen war die neue Regierung bereits in einer schlechten Ausgangsposition, da wichtige Unterlagen fehlten.
Außerdem gab es jetzt mehr als zehntausend schwer bewaffnete Kriminelle in Kabul; die entlassenen Häftlinge hatten die militärischen Depots geplündert. Es gab keine Armee, keine Polizei, keinen Sicherheitsdienst, nicht einmal intakte Gebäude und Strukturen. 
Dr. Najibullah, der ehemalige Präsident, hatte Asyl im UNO-Büro in Kabul gesucht. Massoud hatte das Gebäude von seinen eigenen Truppen bewacht, um Angriffe gegen Najibullah zu verhindern. 
Massouds Freunde wußten von seiner Popularität in der Bevölkerung und baten ihn die neue Regierung zu gründen und zu führen. Obwohl Kabul umgeben war von Massoud Streitkräfte übergab er die Verantwortung an die politischen Führer und zog sich zurück, damit niemand Grund zur Fortsetzung des Krieges hätte.
Am 05.02.1371 (25.04.1992) proklamierte der führende Rat - vor seiner Ankunft in Kabul - per Funkspruch Massoud als Vorsitzenden des Obersten Rates der Befehlshaber "Shoraa-e-Farmaandehan" und Verteidigungsminister. Der neue Präsident, Mujadedi, und das Kabinett kamen am 08.02.1371 (28.04.1992) nach Kabul.

Dies war nicht nur ein Sieg über die Sowjetunion, sondern auch über den Geheimdienst von Pakistan, dem ISI. Der Sieg der Mujaheddin war eine politische Niederlage für die Regierung von Pakistan, die immer ihre Hoffnungen auf Hekmatyar gesetzt hatte und ihn gegen Massoud unterstützte.
Dies veranlaßte Iran, Pakistan und Usbekistan mehr Macht in der Regierung für ihre jeweiligen Parteien zu fordern. Mit dem Eingriff dieser Ländern begann der Krieg in Kabul. 
Die jeweiligen Regierungen stellten diesen Krieg als "Bürgerkrieg" dar um ihre Eingriffe in Afghanistan zu tarnen. Dies wurde bereits ähnlich während der Soviets gehandhabt. 
Pakistan änderte seine Taktik und versuchte Einfluss und Kontrolle mit Hilfe von verschiedenen arabischen Staaten auszuüben. Der ISI schuf die Taliban und unterstützte sie mit der ganzen Macht der pakistanischen Armee. Genau wie die internationalen Terroristen, die Truppen der Taliban wurden über die Grenze nach Afghanistan in die südlichen Provinzen verlagert. Das Dreieck Taliban-Pakistan-internationaler-Terroristen wollte Afghanistan in eine sichere Herberge für ihre finsteren Machenschaften verwandeln und nur ein Mann stand gegen sie: Ahmad Shah Massoud. Selbst Bin Laden mußte zugeben, daß solange dieser Mann am Leben war, kein Sieg möglich wäre.
Massouds Familie hatte auch die Aufmerksamkeit des kommunistischen Regimes erregt: sein Elternhaus waren beschlagnahmt und in eine Schule verwandelt worden. Nun, da Massud wieder in Kabul war, beschloß er, daß die Schule das Haus behalten sollte.
In 1372 (1993) rief Massoud die "Bonyad-e Farhangi wa Ta'wani Mohammad-e Ghazali" (Die kooperative Mohammad Ghazali Kultur Stiftung) ins Leben. Massoud rief alle Wissenschaftler, Autoren und Künstler ohne Rücksicht auf der jeweiligen Ideologie zur Teilnahme an dieser Institution auf. Die Kommission für Frauen machte es für weibliche afghanische Künstler, vor allem Witwen, möglich durch Kunst und Kunsthandwerk einen Unterhalt zu verdienen.
Die Abteilung Familie Konsultation war ein freier Beirat, der sieben Tage die Woche für die Mittellosen zugänglich war. Die Gründung der Abteilung für den Vertrieb von Waren war der erste Partner des Roten Kreuzes
Während der Praxis ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit starben zwei Mitglieder unter Raketenbeschuß der Hezb-e-Islami. Die Ärzte dieser Stiftung behandelten zweimal pro Woche halbtags alle Patienten kostenlos, die sich keinen Arztbesuch leisten konnten. Darüber hinaus erhielten sie die notwendigen Medikamente für ein sehr kleine Entgeld oder manchmal auch kostenlos von der zugehörigen Apotheke.
Nachdem der "Matbo'a-e-Dawlatti" (der Staat Verlag) von Hezb-e-Islami niedergebrannt wurde, mußten alle Zeitungen, Zeitschriften und Wochenzeitungen von der hauseigenen Druckerei der Ghazali-Stiftung gedruckt wurden. Massoud wollte dafür sorgen, daß die Freiheit der Presse sichergestellt wurde, trotz der schwierigen Bedingungen. Obwohl Massud verantwortlich war für die Finanzierung der Stiftung, mischte er sich nicht in ihre Arbeit ein. Ein Rat bestehend aus Gol Mohammd Yama, Dr. Mahdi, Haidari Wojoodi, Azizullah Ima, Ingenieur Said Yaqoob Nawid, Rahim Rafat und Sher Mohammad Khara in Zusammenarbeit mit dem international bekannten afghanischen Autor Wasef Bakhtari führte die Stiftung. Die Stiftung ermöglichte afghanischen Künstlern die Ausstellung ihrer Werke an verschiedenen Orten in Kabul. Zahlreiche Künstler und Autoren wurden geehrt für ihre Werke, unter anderem auch Ustad Zabardast und Aziullah Ahmadi für die beste Malerei und Is'haaq Nangyaal für die Poesie in Pashto.
Nangyaal war weder ein Befürworter von Massoud noch der Regierung. Die Jury jedoch bestand aus unparteiischen Universitätsdozenten, die die Qualität der Werke im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit hatten. Das war genau das, was Massoud für die afghanischen Künstler wollte. 
Die Gründung dieser Stiftung war eine von Massouds wichtigsten Errungenschaften im kulturellen Bereich. Er wollte kulturelle Institutionen zu schaffen, die eine gemeinsame Grundlage für gegenseitiges Verständnis herstellen, weit entfernt von politischen Ideologien. 
Die Gegner einer souveränen afghanischen Regierung wurden nun vereint in der "Shoraa-e- Hamaahangi" (Rat der Harmonie), die beinflußt waren von Iran, Pakistan, Usbekistan und Weißrussland. Am 11.10.1372 (01.01.1993) unternahmen sie einen Aufstand gegen die neue afghanische Regierung. Massoud, dann Sekretär des afghanischen Verteidigungsministeriums, konnte diesen Aufstand, der über beträchtliche militärische Stärke verfügte, niederschlagen.
Hekmatyar, im Namen der Regierung von Pakistan, wollte einen "Bund Pakistan - Afghanistan" proklamieren unter Leitung von Pakistan. In diesem Fall wäre Afghanistan ein Teil von Pakistan geworden und hätte seine Unabhängigkeit verloren. Hekmatyar kämpfte für dieses Ziel mit allen Mitteln. Die pakistanische Regierung befahl Hekmatyar, die Stadt Kabul unter Raketenbeschuß zu nehmen. 
Die starke Unterstützung und Einfluß Pakistans ging so weit, daß täglich bis zu 30,000 Raketen auf Kabul niederregneten, zehntausende von Zivilisten ermordet wurden und die Stadt fast komplet zerstört wurde
Unterdessen gab es noch Massouds unzählige Konferenzen, Verhandlungen, Diskussionen und Vereinbarungen mit den verschiedensten Parteien, Gruppen und Allianzen, die nur notdürftig zusammengehalten wurden je nach der Interessenslage der Nachbarstaaten. Gegen so viele Feinde, die ständig neue Punkte, ethnische Zugehörigkeit, Sprache, Rasse oder regionale Sonderrechte aufwurfen und dabei nur ein Ziel - die Destabilisierung der Regirung - vor Augen hatten, hatte auch Massoud keine Macht. Dennoch gab er seine Bemühungen um eine friedliche Lösung nicht auf. Massouds Gegner unternahmen große Militäroffensiven, massive Raketenangriffe und versteckten Psycho-Terror gegen die Zivilbevölkerung. Hekmatyar, dessen eigener Vertreter als Ministerpräsident in Kabul eingesetzt war, blockierte alle Straßen nach Kabul und schnitt damit die Stadt von allen Lieferungen ab. Solche erpresserischen Maßnahmen dienten seinem eigenen Standpunkt, da er auf Unterstützung aus der Bevölkerung hoffte.
Massoud wurde offiziell die Schuld für ihren schmutzigen Krieg in die Schuhe geschoben, womit Hekmatyar und seine Anhänger effektiv Rufmord verübten, was dazu führte, daß Massoud kontinuierlich die Unterstützung in der Bevölkerung verlor. Die Bevölkerung von Kabul war nun belagert, ausgehungert, bombardiert und hatte Raketen auf sie gefeuert und lebte wie in einem Käfig voller bewaffneter Verbrecher. In diesem Chaos wurde von Massud erwartet, daß er voll in Kontrolle war.
Massoud versuchte alles, um zu vermeiden daß Hekmatyar nicht auf die Zivilbevölkerung der Stadt schoß, sondern nur auf militärische Positionen. Da jedoch Pakistan wußte, daß Massoud nicht militärisch zu besiegen war, verfuhr die Regierung weiterhin mit ihrer menschenverachtenden Politik. Ein Jahr später machte Hekmatyar Massouds Rücktritt die Bedingung für das Ende des Krieges. 
Massoud willigte ein, was allerdings dennoch nicht zu einem Ende der Angriffe seitens der Hezb-e Islami, Hekmatyars Partei, führte.
Nachdem Massoud das Amt des Verteidigungsministers niedergelegt hatte, übernahm er das Kommando der bewaffneten Kräfte gegen die Invasion aus den benachbarten Staaten. Die Bemühungen Pakistans, die Truppen Massouds zu zerstören, hatten versagt. 
Pakistan konnte Verbündete unter den verschiedenen Parteien für ihre Sache durch Bestechung und Versprechungen gewinnen, was einem Rufmord des gesamten afghanischen Widerstands in der Bevölkerung gleichkam. Der Grund war, daß jede bewaffnete Person in Kabul als Nachfolger Massouds angesen wurde, und was auch immer er tat, Massoud wurde dafür verantwortlich gemacht. Es wurde föllig die politische Zugehörigkeit von denjenigen vergessen, die von den Pakistanis ihren verschiedenen Parteien und Führern gekauft worden waren.
Im Frühjahr 1373 (1994) wurde eine dreiteilige Konferrenz arrangiert. In der ersten Sitzung nahmen Vertreter aus 15 verschiedenen afghanischen Provinzen teil, in der zweiten Sitzung bereits 25 Provinzen. Vom 29.04.-03.05.1373 (20.07.-25.07.1994) wurde die Konferenz des Hohen Islamischen Rat ("Shoraa-e-Aal-e-Islami") als Abschlußrunde dieser drei Sitzungen abgehalten.
Massoud hatte verschiedene politische und kulturellen Persönlichkeiten, Gouverneure, Kommandeure, Geistliche und Vertreter der Mujaheddin in diesem Rat vereint, um über die zukünfutige Rolle des Presidenten zu beraten und Personalentscheidungen zu treffen. Massoud, wie die meisten Menschen in Afghanistan, sah diese Konferenz als eine kleine Hoffnung für Demokratie und freie Wahlen. Sein Favorit für die Kandidatur um die Präsidentschaft war Dr. Yosuf, der erste demokratische Ministerpräsident unter Zahir Schah, dem ehemaligen König. Zur Vermeidung jeglichen Einflusses auf den Rat wurde beschlossen, daß der amtierende Präsident Prof. Rabani nicht auf der Konferenz erscheinen sollte. Rabani hielt sich jedoch nicht an diese Entscheidung und beteiligte sich dennoch an der Konferenz. Dies führte zu der Tatsache, daß der Einfluss des Präsidenten und seiner fundamentalistischen Anhänger zu einem solchen erheblichen Umfang wuchs, daß keine Entscheidung über die künftige Präsidentschaft erzielt werden konnte. 
Die Taliban unterdessen eroberte ein Gebiet nach dem anderen, bis sie schließlich vor den Toren Kabuls stand. Sie eroberten auch das Terrain von Hekmatyar, Pakistans ehemaligem Favorit. Obwohl Massoud ein hohes Ansehen innerhalb der Führenden Rates genoß und seine ablehnende Haltung zu Hekmatyars Ansichten bekannt war, hatte er keine Wahl Hekmatyar's Einmarsch in Kabul schweigend zu akzeptieren, da es eine Menge von Fundamentalisten innerhalb der Regierung gab, die der Politik Hekmatyars zustimmten. Diese Fundamentalisten hatten Hekmatyar nach Kabul eingeladen, da sie sonst alles verloren hätten. Daher konnte er das Amt des Ministerpräsident übernehmen, trotz der Tatsache, daß er während der letzten drei Jahre versucht hatte diese Regierung zu stürzen. Massoud hatte daher Feinde in seinem eigenen Lager, die er nicht bändigen konnte.
Zu Beginn 1375, (1996) ging Massoud ohne Begleitung nch Maydan Shahr, Hekmatyars ehemaliger Hochburg, um der Taliblan, representier durch Mullah Rabani, die Beendigung des Krieges vorzuschlagen. Es wurde beschlossen, dass die Vertreter der Taliban nach Kabul kommen sollten, um über die Differenzen zwischen der Regierung und den Taliban zu konferieren und nach einer möglichen Lösung zu suchen. Das geschah und die Entscheidung wurde getroffen, daß 40 Vertreter des Klerus, die die Regierung representieren sollten sich mit 40 Vertretern der Taliban zum Zwecke weiterer und umfassenderer Beratungen treffen sollten. Die Regierung bekundete ihre Bereitschaft wiederholt, aber ohne jegliche Reaktion seitens der Taliban. Stattdessen begannen sie ihre massiven Offensive gegen die Regierung und gegen Kabul. Die Tatsache, daß Massoud das Taibanlager lebenig verlassen durfte, bezahlte der Talibanführer Mullah Rabani mit seinem Leben da er die Gelegenheit verpaßt hatte, Massoud zu beseitigen.
 Als am 04.07.1375 (26.09.1996) die Stadt Kabul unter die Bombardierung von Taliban, Al Qaida und Pakistan kam, ordnete Massoud den Rückzug der gesamten Streitkräfte aus Kabul an, obwohl er militärisch in der Lage gewesen wäre, die Stadt mit Straßekämpfen für eine unendliche Zeit zu halten. Für den Schutz der Zivilbevölkerung Kabuls jedoch, bevorzugte er den Rückzug nach Panjsher. 
Hekmatyar, der jetzt keine Unterstützung mehr seitens der ISI hatte, aber noch der offizielle Ministerpräsident der afghanischen Regierung war, hatte keine andere Wahl, als Schutz in Panjsher unter der Führung von Ahmad Shah Massud zu suchen. Massoud gewährte ihm, wie allen anderen Ministern und Regierungsmitglieder, sichere Weiterreise ins Ausland. Hekmatyar flog in den Iran und erklärte dann, Massoud habe versucht ihn in Panjsher durch einen Mordanschlag zu töten.
Zu dieser Zeit, betrachtete Freund oder Feind dies als Rückzug und unwiderruflichen Sieg der Taliban und als Ende des afghanischen Widerstands. Aber denncoh began der Widerstand von Neuem. Als alle anderen Führer bereits im Ausland waren, kämpfte das afghanische Volk unabhängig von politischen, ethnischen, religiösen oder ideologischen Unterschieden, für seine Freiheit unter der Führung von Ahmad Shah Massud.
Als Massoud von seinem Bruder Ahmad Wali in einem Telefongespräch aufgefordert wurde, das Land zu verlassen, da die politische Führung darauf bestand, antwortete er: "Als wir in Kabul waren und das Land anführten, als wir die Zustimmung der Menschen hatten haber wir versprochen, sie zu schützen, sie zu verteidigen und die Unabhängigkeit Afghanistans zu sichern und jetzt wenn diese Menschen in großer Gefahr sind wollen wir sie verlassen? Ist das wirklich Gerechtigkeit? Ich halte es nicht für gerechtfertigt. Ich werde in diesem Land bis zu meinem letzten Atemzug bleiben und widerstehen. Ich bin überzeugt, daß, so Gott will, Afghanistan eines Tags frei sein wird."
Die fünf Jahre des Widerstandes unter Massoud gegen die Taliban, Bin Laden und Pakistan war einer der beeindruckendsten Kämpfe der afghanischen Geschichte.
Massouds einzigartige Fähigkeiten eine Armee zu kommandierenden, seine taktischen und strategische Überlegenheit, und seine politische Fähigkeit brachten ihm den Spitznamen "Adler des Hindukusch" ein.
Im Winter 1375 (1996) gelang es Massoud, alle Gegner der Taliban unter seiner Leitung in der ersten sogenannten "Jab-e-Nejaat-e-Melli-e-bara Aazaad-e Afghanistan" (Front der Nationalen Rettung für die Befreiung Afghanistan) und "Jabh-e-Motahed-e-Melli" (Nationale Vereinigte Front) zu vereinen. Diese Union bestand nicht, wie in den pakistanischen Medien und später im Westen propagiert, aus einer Allianz nur der "nördlichen Provinzen" in Afghanistan, sondern auch aus Widerstandskräften aus allen Teilen des Landes. Die bekanntesten Mitglieder der Vereinten Front waren: 
Aus den nördlichen Provinzen wurden Haji Rahim, Kommandant Piram QOL, Haji Mohammad Mohaqeq, General Dostum, Qazi Kabir Marzban, Kommandant Ata Mohammad und General Malek. Aus dem Osten wurden Haji Abdul Qadir, Kommandant Hazrat Ali, Kommandant Jaan DAAD Khan und Abdullah Wahedi. Aus dem Nordosten, Qatrah Commander und Kommandant Najmuddin teilgenommen. Aus den südlichen Provinzen gab es Kommandant Qari Baba, Noorzai und Hotak. Aus den westlichen und südwestlichen Provinzen kamen General Ismail Khan, Doktor Ibrahim und Fazlkarim Aimaq. Von zentraler Afghanistan Kommandant Anwari, Said Hussein Aalemi Balkhi, Said Mustafa Kazemi, Akbari, Mohammad Ali Jawed, Karim Khaili, Kommandant Sher Alam und Professor Rassul Sayaf waren Mitglieder dieser Union. 
Daher war dies nicht ein Bündnis, das nur aus Führern aus dem Norden bestand, und daher den Namen "Nordallianz" rechtfertigen würde. Durch solce Propaganda wurde die Behauptung, daß der Widerstand aus gesamt Afghanistan kam, in Frage gestellt und diskreditiert.
In all den Jahren des Widerstands gegen die Sowjetunion und später die Taliban und Al Qaida, war Massoud bekannt für seine wohlwollende Behandlung von Gefangenen. Sie erhielten die gleichen Lebensmittelzuwendungen wie die Mujahedin, durften sich innerhalb von Panjsher frei bewegen, durften Besucher empfangen und Briefe schicken.
Mullah Mohammad Yar, ein Taliban-Anführer, sagte nach seiner Entlassung: "Massoud ist wirklich der Sohn der afghanischen Nation. Er kämpfte schon damals und jetzt kämpft er wieder."

1376 (1997) lud Massoud erneut zu einer Konferenz unter seiner Führung ein um über die Zukunft des Premierministers zu entscheiden. Abdul Rahim Ghafoorzai war der Kandidat und war in keinerlei Verbindung mit einer Partei. Er wurde ohne Stimmabweichung zum neuen Premierminister gewählt. Seine Ernennung und sein politisches Programm wurden via Fernsehen in Balkh bekannt gegeben und sein Programm wurde von weiten Teilen der Bevölkerung positive aufgenommen. Nach der gescheiterten Konferenz in Herat 1373 (1993), war dies ein neuer erster Schritt auf dem Weg zu einer neuen Regierung.
Massoud hatte die afghanische Armee mit neu erworbenen Militäruniformen und fortgeschrittenen Waffen ausgestattet und konnte nach einigen großen Offensiven bis vor die Tore Kabuls vordringen. Doch genau zu dieser Zeit stürzte das Flugzeug des neuen Pemierministers über Bamiyan ab. Mit Ghafoorzais Tod, verlor Massoud Hoffnung auf eine stabile Regierung in Kabul. 
Nach einer Weile zog Massoud seine Truppen aus dem Norden von Kabul wieder nach Panjsher zurück, da er nicht die Absicht hatte, dieses Mal ohne eine Regierung, die für die Zivilbevölkerung nicht akzeptabel war in Kabul einzumaschieren.
Nach dem Rückzug aus Kabul und dem folgenden Strom von Flüchtlingen, der die Zahl der Einwohner Panjshers vermehrfacht hatte, konnte Massoud mit Hilfe von internationalen Organisationen mehrere Schulen in Panjsher bauen, unter ihnen auch einige Mädchen-Schulen. Seine Mittel waren sehr knapp und die Unterkünfte vorläufig, aber dies war die einzige Möglichkeit, Bildung für die Kinder zu gewährleisten. 
Als Massoud über internationalen Terrorismus, Al Qaida und Bin Laden sprach, konnte sich fast niemand im Westen vorstellen, was das bedeutete. Im Jahr 1377 (1998) schrieben Olivier Roy und Christoph De Ponfilly in einem Aufsatz: "Massoud verstand nie, warum der CIA und das Pentagon beschlossen hatten, seinen Feind Gulbuddin Hekmatyar im Kampf gegen ihn zu unterstützen. Massoud träumte immer von einem vereinten und gleichberechtigten Afghanistan und auch von freien Wahlen in diesem Land. "
Auf Drängen von Delegierten, die Gelegenheit gehabt hatten, Massoud zu treffen, und die von seinen Ansichten überzeugt waren und die Beweise für ausländische Einmischung in Afghanistan sahen, wurde Massoud im April 2001 zum Europäische Parlament und nach Paris eingeladen um die Aufmerksamkeit auf seinen Kampf in Afghanistan zu lenken. Für seine seit langem bestehenden Bemühungen - vor allem für die Rechte der Frauen - nannte ihn die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Nicole Fontaine, einen "Pfahl der Freiheit". 
Roy & Ponfilly: "Ahmad Shah Massoud ist, im Gegensatz zu heutigen politischen Persönlichkeiten, in keinem Fall auf der Suche nach einer Aufgabe, der er nicht bewältitgen kann. Es ist richtig, daß Massoud mit denjenigen spricht, die ihn besuchen kommen, aber er tut nichts was die Leute veranlassen würde, ihn zu besuchen. Es ist schwer Massoud zu veranlassen mit den Medien zu sprechen. Er laßt sie ihn filmen, da er nichts zu verbergen hat."
Massoud appellierte an alle Nationen das afghanische Volk in ihrem Widerstand nicht allein zulassen, denn wenn Afghanistan gegen den Terrorismus verlieren würde, verliert die ganze Welt. Nur wenige Monate später stellte sich heraus, daß Massud recht gehabt hatte. 
Changiz Palewan: "Afghanistan ist dankbar für diesen Widerstand. Die internationale Gemeinschaft ist dankbar für diesen Widerstand. In der Tat, die gesamte Region ist dankbar für diesen Widerstand. Seit Jahrhunderten gab es keinen Führer in der Region, der Einheit brachte. Es gab niemanden, nicht im Iran noch sonstwo. Afghanistan hatte diesen Führer. "
Zwei ausländische Selbstmord-Attentäter, getarnt als Journalisten ermordeten Ahmad Shah Massoud am der 18.06.1380 (09.09.2001) in Khoja Bahaudin in der Provinz Takhar. Am 24.06.1380 (15.09.2001) wurde er auf dem Hügel von Saricha in Panjsher beigesetzt. Er selbst hatte diesen Ort für seine Grabstätte ausgewählt. Insgesamt verbrachte er 31 der 48 Jahre seines Lebens im Dienste seines Landes und seines Volkes, und er wußte, daß er sein Leben in dieser Dienstleistung verlieren würde.
Sebastian Junger bemerkte: "Trotzdem er die Niederlage der Taliban nicht sehen konnte ist sein Krieg endlich gewonnen."
Massoud hinterließ eine Frau und sechs Kinder.
Die afghanische Übergangsregierung unter Präsident Karsai verlieh ihm posthum den Titel "Held der afghanischen Nation."
Reza: "Das Leben ist schön, mein Freund. Ich bin davon fest überzeugt. Man kann einen Menschen töten, seinen Körper zerstören, sein Fleisch und Blut auszurotten, aber nicht seine Gedanken erlöschen."

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